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Mein geheimer Schatz
Himitsu No Hanazono Japan
1996 Regie: Shinobu Yaguchi. Besetzung:
Naomi Nishida, Go Riju, Taketoshi Naito.
Farbe. 83 Minuten. Original mit deutschen Untertiteln. |
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Sakiko ist Kassiererin in einer Bank geworden, weil Geld für sie eine magische Anziehungskraft besitzt. Aber damit ist sie nicht glücklich, denn das Geld gehört nicht ihr. Eines Tages wird die Bank überfallen und Sakiko als Geisel genommen. Die Bankräuber fahren mit ihr zum Aokigahara Jukai, einer riesigen Wildnis am Fuße des heiligen Berges Fujiyama, wo sie allesamt in eine Schlucht stürzen. Nur Sakiko überlebt und wird zum Medienereignis. Doch ihr geht das in einem Teich versunkene Geld nicht aus dem Sinn. Eine erste Expedition in den Jukai bleibt ergebnislos. Aber Sakiko läßt nicht locker...
›Mein geheimer Schatz‹ erzählt in grotesk ausgelassenem Stil von der Apathie der Mittelklasse, der Besessenheit, Geld zu haben, und von feministischer Selbsterfahrung im heutigen Japan. Die energiegeladene Heldin nimmt bedenkenlos jedes Risiko auf sich, um an Geld zu kommen. Auch in seinem zweiten Spielfilm setzt Shinobu Yaguchi (Jahrgang 1967) visuelle Wortspiele und Ironie ein und verwandelt damit die ernsthaften Bemühungen seiner Protagonistin in eine absurde Komödie und ihre hyperaktive Besessenheit in charmanten Slapstick. Ganz Enfant terrible des unabhängigen japanischen Kinos, ahmt Yaguchi die Luftaufnahme der einsamen Wildnis in Stanley Kubricks ›Shining‹ nach und baut einen witzigen Cartoon aus Standbildern ein, die von der Überwachungskamera der Bank stammen.
(Internationales Forum des jungen Films, Berlin 1997) |