Tony Takitani

Tony Takitani

Japan 2004. 35 mm. Farbe. 75 Minuten.

Japanisch mit deutschen Untertiteln.

Nach einer Geschichte von MURAKAMI Haruki.

Regie & Drehbuch: ICHIKAWA Jun.

Kamera: HIROKAWA Taishi.

Musik: SAKAMOTO Ryuichi.

Mit OGATA Issey, MIYAZAWA Rie, SHINOHARA Takahumi, NISHIJIMA Hidetoshi.

Produktion: Wilco Co., Ltd.

Verleih: Alamode Film.


ICHIKAWA Jun, geboren 1948 in Tokyo, arbeitete in einem Produktplanungsbüro, ehe er 1981 begann Filme zu drehen, u. a.: Tsugumi (1990), Tokyo kyodai / Tokyo Siblings (1995), Tokyo yakyoku / Tokyo Lullaby (1997), Osaka monogatari / Osaka Story (1999), Ryoma's Wife, Her Husband and Lover (2002).

Tony Takitani

In den Kriegswirren geboren, nach den Besatzern mit einem amerikanischen Vornamen bedacht, wächst TAKITANI Tony nach dem baldigen Tod seiner Mutter allein und ausgegrenzt auf. Als begnadeter Zeichner liegt sein Talent ausschließlich auf der Darstellung lebloser Objekte; so findet Tony zu seiner Berufung als technischer Illustrator. Er führt ein sorgenfreies, aber einsames Leben als er Eiko kennen lernt.
Zaghaft entwickelt sich eine Beziehung, die dann schnell zur Heirat führt. Zum ersten Mal in seinem Leben ist Tony nicht allein, doch um so mehr wächst seine Angst in Einsamkeit zurückzufallen. Eikos Leidenschaft für teure Designerkleidung entwickelt sich währenddessen mehr und mehr zur Kaufsucht. Als sie eines Tages verunglückt, bleibt Tony von ihr nur ein ganzer Raum randvoll mit Kleidung.
In seiner Verzweiflung inseriert er nach einer Frau, die die gleiche Größe hat wie Eiko...

ICHIKAWA Jun setzt die Erzählung von MURAKAMI Haruki in poetische, ruhige Bilder um, was dem Film eine beinahe schon märchenhafte Intensität verleiht.

"MURAKAMI verschmilzt Moderne und Märchen, Mythos und Phantasie. Er schafft es, westlichen Individualisierungswunsch und fernöstliche Ganzheitlichkeit miteinander zu versöhnen, Freiheit und Notwendigkeit zugleich zu propagieren. Seine Figuren heben sich als einzelgängerische Sinnsucher von der Masse ab und sind doch jederzeit eingebunden in ein unbegreifliches Schicksal."
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)



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