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LOVE/JUICE
Japan
2000 Regie
& Buch: SHINDO Kaze. Kamera:
KANAYA Koji. Musik:
ISODA Kenichiro. Besetzung:
OKUNO Mika, FUJIMURA Chika, NAGASAWA Toshiya, NICHIJIMA Hidetoshi. 35mm.
Farbe. 78 Minuten. Japanisch mit deutschen Untertiteln. SHINDO Kaze, geboren 1978,
absolvierte ein Filmstudium am Visual Shooting and Lighting Course of
Nihon Eiga Gakko. Danach arbeitete sie u.a. als Regieassistentin bei
Nabbie no koi von NAKAE Yuji und dem letzten
Film ihres Großvaters SHINDO Kaneto Sanman
Yakusha. |
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Wenn
in Japan eine Frau hinter die Kamera tritt und dazu noch ein heißes Eisen
anpackt, kommt das einer Revolution gleich: SHINDO Kaze ist so mutig,
in ihrem Debütfilm von einer lesbischen Liebe zu erzählen. Ohne Komplikationen
entwickelt sich die Frauenbeziehung natürlich nicht. Schon gar nicht,
wenn sich die Lesbe in eine Hetera verliebt. Chinatsu wird von ihrer Gefährtin
brüsk von der Bettkante gestoßen und denkt an Selbstmord. Doch zum Glück
wendet sich das Blatt. Kyoko erkennt nach und nach, dass die Männer als
Liebhaber nicht taugen. Chinatsu beim Masturbieren zuzusehen, erregt sie
dagegen sehr. Über ihren großen seelischen Schmerz reift Chinatsu an Selbstbewusstsein.
Als sie sich von der Freundin trennen will, erlebt die ihr Coming Out. (Kirsten
Liese in Emma 4/01)
Die
Geschichte handelt von einer heterosexuellen und von einer lesbischen
Frau: der extravaganten Kyoko, die lebt, wie es ihr gefällt, und von
Chinatsu, die ihr Leben auf Fotografien wie in einem Tagebuch festhält.
Die beiden wohnen zusammen in einem abgelegenen Haus. Sie gehen zusammen
aus, rauchen Joints und arbeiten gelegentlich als „Häschen“ in Nachtclubs,
um ihre Rechnungen zu bezahlen. Kyoko verliebt sich in Sakamoto, den
Inhaber eines Geschäfts für tropische Fische, der sich jedoch nicht
für sie interessiert. Dann verliebt sich Chinatsu in Kyoko, die wiederum
vorgibt, ihre Liebe nicht zu bemerken. Chinatsu fühlt sich in ihrer
Sexualität völlig verloren. Ganz allmählich ändert sich ihre Beziehung.
Aber werden sie miteinander auskommen? (Katalog
des 31. Internationalen Forums des Jungen Films, Berlinale 2001)
„Ich
dachte, ich könnte die Geschichte besser vermitteln, wenn eine der Frauen
lesbisch ist, und hoffe, dass der Film die Zuschauer dazu anregt, über
die eigene Sexualität, die man nicht beeinflussen kann, nachzudenken.
Außerdem wollte ich in meinem ersten Film etwas beschreiben, was mir
vertraut ist; deshalb wählte ich die einzigartige Atmosphäre, die nur
zwischen zwei Frauen entstehen kann.“ (SHINDO
Kaze) |